Am 27. November 1957 eröffnete in der Viale Regina Giovanna in Mailand das, was Treccani als den ersten modernen Supermarkt Italiens bezeichnet. Er war aus einer ehemaligen Werkstatt entstanden und bot ein neues Konzept: Die Kunden konnten sich frei zwischen den Regalen bewegen, selbst auswählen und verschiedene Produkte unter einem Dach finden.
Von Mozzarella bis zu Haifischflossen
In den Regalen standen laut einem Bericht, den „Il Giorno“ am Eröffnungstag veröffentlichte, etwa 1.600 Artikel: von neapolitanischem Mozzarella über Haifischflossen bis hin zu Schwalbennestern und Kängurusuppe. Ein Sortiment, das deutlich machte, wie sehr sich dieser Einkauf von einem Besuch im Nachbarschaftslebensmittelladen unterschied.

Das „S lunga“, das Esselunga seinen Namen gab
Das Geschäft hieß schlicht „Supermarket“ und gehörte zur Firma „Supermarkets Italiani“. 1957 entwarf der Grafiker Max Huber für das Schild ein langgezogenes „S“: Die Kunden fingen an, es „den Supermarkt mit dem langen S“ zu nennen, und aus diesem Spitznamen entstand der Name Esselunga.