Es gibt einen Ort, etwas mehr als eine Stunde von Mailand entfernt, an dem die Grenze zwischen Erde und Himmel zu verschwinden scheint. Wir befinden uns in Piani Resinelli, im Herzen der Region Lecco, wo sich ein Stahlsteg 12 Meter in die Leere erstreckt und das einzigartige Gefühl vermittelt, schwebend über dem Comer See zu spazieren.
Trotz der atemberaubenden Aussicht musst du kein erfahrener Kletterer sein, um dieses Erlebnis zu genießen. Der Aussichtspunkt im Parco Valentino ist nämlich über einen einfachen Spaziergang zu erreichen, der auch für Familien geeignet und völlig kostenlos ist und zu dem führt, was viele als den fotogensten Aussichtspunkt der Lombardei betrachten.
Wie kommt man zum Belvedere dei Piani Resinelli: der Weg im Parco Valentino

Der Ausgangspunkt ist die Piazzale Daniele Chiappa, besser bekannt als „Piazzale del Grattacielo“ in Piani Resinelli. Der Name stammt von einem etwa 10-stöckigen Wohnhaus aus den 60er Jahren, das – obwohl es mit der Berglandschaft nicht harmoniert – zu einem unverzichtbaren Orientierungspunkt geworden ist.
Hier sind die Details zur Route:
Die Dauer: Nach etwa 20–30 Minuten entspannter Wanderung durch den Buchenwald öffnet sich der Wald plötzlich und gibt den Blick auf die spektakuläre, auskragende Terrasse frei. Der Spaziergang ist so einfach, dass man ihn sogar mit dem Kinderwagen bewältigen kann.
Der Eingang: Er befindet sich direkt neben dem Wolkenkratzer, wenn du das Tor des Parco Valentino durchschreitest.
Der Weg: ein einfacher Spaziergang, der für alle geeignet ist, fast ausschließlich eben verläuft und mitten im Wald liegt.
12 Meter über dem Abgrund: Der Adrenalinkick auf dem freitragenden Steg

Sobald du den Waldweg verlässt, offenbart sich dir plötzlich das Spektakel. Der Stahlsteg ragt 12 Meter in die Leere hinein und schwebt über einem Abgrund, der den Blick auf ein 360-Grad-Panorama freigibt.
Der Nervenkitzel des Gitters: Der Boden besteht aus einem durchbrochenen Metallgitter; man muss nur nach unten schauen, um den Wald unter den eigenen Füßen vorbeiziehen zu sehen – ein Detail, das selbst den Mutigsten einen Schauer über den Rücken jagt.
Was man sieht: Von der äußersten Spitze aus reicht der Blick über den Lecco-Arm des Comer Sees bis hin zu den Seen der Brianza – dem Annone-See, dem Pusiano-See und dem Garlate-See –, eingerahmt von den imposanten Felswänden der südlichen Grigna.
Die Parkplatzfrage : In Ai Piani Resinelli findest du keinen Parkplatz mehr, wenn du sonntags zu spät kommst. An sonnigen Wochenenden füllt sich der Platz schnell. Wir empfehlen, bis 09:30 Uhr da zu sein, um bequem einen Platz auf dem Piazzale Daniele Chiappa zu finden und den Spaziergang in der morgendlichen Stille zu genießen.
Und nach dem Spaziergang?
Sobald du wieder auf dem Platz angekommen bist, lohnt es sich, eine Pause in einer der historischen Hütten der Piani Resinelli einzulegen, vielleicht um ein Gericht mit Polenta Taragna oder eine reichhaltige Käseplatte mit lokalen Käsesorten zu genießen .
Wenn du noch Energie hast, findest du nur wenige Autominuten entfernt die Casa delle Guide, ein kleines Museum, das die Geschichte des Bergsteigens in Lecco und seine legendärsten Unternehmungen erzählt.