Der nächste Streik im öffentlichen Nahverkehr in Mailand ist bestätigt: Am Freitag, dem 9. Oktober, drohen U-Bahn, Straßenbahn und Busse der ATM für 24 Stunden stillzustehen. Der Betrieb wird nur vom Fahrplanbeginn bis 8:45 Uhr und von 15 bis 18 Uhr garantiert, während die Züge von Trenord und Passante planmäßig verkehren.
Früh ins Büro zu kommen, geht noch, aber nach dem Aperitif nach Hause zu kommen, ist eine ganz andere Geschichte. Der Protest wird von Al Cobas und Confial Trasporti organisiert, und zu den Gründen gehört auch ein verlorenes Fußballspiel in Dänemark.
Streik im Nahverkehr, garantierte Fahrzeiten: Was passiert bei U-Bahn, Straßenbahn und Bus?
Die beiden garantierten Zeitfenster sind die, die bei jedem ATM-Streik vorgesehen sind. Außerhalb dieser Zeiten hängt alles davon ab, wie viele Mitarbeiter mitmachen: Die fünf U-Bahn-Linien, von der M1 bis zur M5, könnten komplett geschlossen sein oder nur sporadisch fahren. Das Gleiche gilt für Straßenbahnen und Busse.
Warum gestreikt wird: Ausfälle und die Kopenhagener U-Bahn
Laut Al Cobas wurden in den letzten Jahren in der Stadt über 30 % der oberirdischen Fahrten gestrichen, auch wegen des Fahrermangels. Unterdessen verschlechtern sich laut der Gewerkschaft die wirtschaftlichen Bedingungen der Straßenbahnfahrer weiter.
Dann ist da noch Dänemark. Die ATM hat gerade den Zuschlag für den Betrieb der Kopenhagener U-Bahn verloren, den sie fast zwanzig Jahre lang innehatte: ein Auftrag im Wert von rund 2,2 Milliarden Euro, der an ein französisch-singapurisches Konsortium ging.
Für die Gewerkschaft geht das Unternehmen gerade am Vorabend der Ausschreibung für den Mailänder Nahverkehr, die für 2027 erwartet wird, geschwächt daraus hervor.
Am 9. Oktober finden Kundgebungen in der Viale Sarca und der Via Messina statt
Die streikenden Gewerkschaften haben für den zweiten Freitag im Oktober zwei Mahnwachen angekündigt: vor den ATM-Gebäuden in der Viale Sarca in Bicocca und in der Via Messina, nur wenige Schritte von Paolo Sarpi entfernt.
Wenn du in dieser Gegend wohnst oder arbeitest, rechne einfach mit etwas mehr Trubel ein.
Plan B läuft über den Passante
Am 9. Oktober gibt es keinen Trenord-Streik: Regionalzüge und S-Linien fahren nach Fahrplan. Der Passante wird somit zur Ersatz-U-Bahn. Von Rogoredo bis Porta Vittoria, von Repubblica über Garibaldi bis nach Bovisa deckt er einen großen Teil der Stadt ab. Ansonsten gibt es BikeMi, Tretroller und Sharing-Roller.
Auch der andere Freitag, an dem das Spiel vorverlegt wird, steht auf dem Plan. Zu den Streiks in Mailand und der Lombardei gehört auch der 2. Oktober, an dem ein branchenübergreifender nationaler Streik den Zugverkehr von 11 bis 14 Uhr gefährdet.
Freitagabend: Konzerte, Aperitifs und Flughäfen

Am zweiten Oktoberwochenende gibt es nach 18 Uhr keine Garantie mehr, und der 9. Oktober wird ein volles Programm bieten.
- Forum in Assago: Dort ist Kid Yugi, der Tausende von Menschen anzieht. Am bequemsten gelangst du mit der M2 dorthin, wer also ein Ticket hat, sollte die Hin- und Rückfahrt mit dem Auto oder Taxi einplanen.
- Teatro degli Arcimboldi in Bicocca: Brunori Sas steht auf der Bühne. Ganz in der Nähe liegt der Bahnhof Greco Pirelli, der von Trenord-Zügen angefahren wird.
- Aperitif in der Darsena oder Abendessen auf der anderen Seite der Stadt: Plan deine Rückfahrt schon vorher, oder rechne mit Taxi und Mitfahrgelegenheiten, denn die werden an diesem Abend stark frequentiert sein.
Achte auch auf die Flüge. Die M4, die direkte Verbindung nach Linate, ist vom Streik betroffen. Für Malpensa gibt es hingegen keine Probleme: Der Malpensa Express wird von Trenord betrieben und fährt planmäßig von Cadorna und Centrale ab.